Thailand

März 21, 2017 · Thailand
Bye Bye Thailand

Wir bereisten ein Land, das voller Trauer und Demut war und durften uns trotz allem in das Lächeln der Thais verlieben. Uns beeindruckte das laute Chaos zwischen den Wolkenkratzern in Bangkok und die meditative Ruhe in Anbetracht des grünen Buddhas im Tempel des Smaragd-Buddha.

Kindheitsträume erfüllten sich bei der Begegnung mit den grauen Riesen in den Tiefen des Dschungels vor den Toren Chiang Mais.

Wir flüchteten vor dem touristischen Treiben auf Phuket und fanden nicht nur Ruhe auf der hübschen Insel Koh Lanta.

Es ist egal wo du bist, solange du Menschen um dich hast, die dir ein Zuhause-Gefühl schenken. Dies ist wohl die größte Erkenntnis, die wir in Thailand erlangen durften. Zwischen zahlreichen Tempeln, einem überwältigenden Dschungel, herzlichen Thais und lauten Märkten, hatten wir das Glück Freundschaften zu schließen, die über die Landesgrenzen hinausgehen.

Danke Thailand für deine vielen Geschichten, deine Herzlichkeit und deinen unvergleichlichen Charme! Wir werden dich vermissen.

Koh Lanta

Etwa 800 km von der Hauptstadt Thailands entfernt, beenden wir unsere Reise durch das Land des Lächelns. Koh Lanta besteht aus zwei Inseln, wobei die Nordinsel nahezu unbewohnt ist. Mit 20 000 Einwohnern ist Koh Lanta ein idyllisches Paradies, auf dem es noch keine Fastfood-Ketten á la McDonalds, KFC oder Subway gibt – ein eindeutiges Zeichen dafür, dass es, verschont vom Massentourismus, noch lohnenswert ist, eine Insel zu bereisen.

Uns verzauberten die zahlreichen, einsamen und abwechslungsreichen Strände, die verträumten Strandbars unter meterhohen Kokospalmen. Die menschenleeren Straßen, die kleinen Märkte, viele neugierige Äffchen und die verschlafenen Fischerörtchen.

Der perfekte Ort für mich, um Rollerfahren zu lernen, mal wieder ein Sanctuary zu besuchen – diesmal eins für Hunde und Katzen mit Handicap – und die perfekte Insel, um mit großartigen Menschen Thailand zu genießen. 

Der Thailändische Elefant

Insgesamt leben in Thailand 5000 Elefanten - 90 Prozent weniger als vor 60 Jahren. Grund dafür ist die massive Abholzung des Regenwaldes  - dem Zuhause des thailändischen Dickhäuters. Ironischerweise wurden die Elefanten jahrzehntelang für diese Ausbeutung der Natur missbraucht.

Seit 1989 ist der Abbau des Regenwaldes verboten und der Elefant arbeitslos. Um trotzdem als Geldmaschine zu dienen, wird er seitdem in diversen „Nature Parks“, und „Sanctuaries“ als Touristenmagnet angeboten. Nicht selten muss er dabei Kunststücke vorführen oder Personen auf seinem Rücken transportieren.

Bitte beachtet bei einem Besuch dieser atemberaubenden Tiere, dass der Begriff „Sanctuary“ sehr häufig missbraucht wird und viele Dickhäuter die „Elefantenschule“ besuchen mussten - eine Institution, in der der Elefant durch gewaltvolle Konditionierung an Menschen gewöhnt wird.

Wenn ihr diese sanftmütigen Lebewesen schützen wollt, infomiert euch gut vor einem Ausflug, reitet nicht auf ihnen und unterstützt keine Organisationen, die den Elefanten ausbeuten und missbrauchen.

Danke, im Namen aller grauen Riesen!  

 

Bangkok

Bangkok – die Hauptstadt und auch größte Stadt des Königreichs Thailand begrüßte uns mit Herzlichkeit, individuellem Charme und Gegensätzlichkeit.

Als wirtschaftliches und kulturelles Zentrum des Landes findet man in Bangkok neben Universitäten und prunkvollen Palästen auch über 400 Tempelanlagen und Klöster. Am meisten beeindruckte uns der Smaragd-Buddha in der Tempelanlage Wat Phra Kaeo. Diese aus Jade und nicht aus Smaragd hergestellte Buddha-Statue gilt als Nationalheiligtum und brachte uns in dieser lauten und hektischen Stadt einen Hauch Frieden und Ruhe.

Das Land trauert um den im Oktober 2016 verstorbenen König Bhumibol, während auf der Khaosan Road die Stadt niemals schläft. Deko-Buddha-Figuren gelten als Gotteslästerung, während an jedem x-beliebigen Stand neben knallbunten, penisförmigen Flaschenöffnern der selbige in allen Größen und Farben zum Verkauf bereitsteht. Prostitution ist in Thailand strafbar, obwohl sich 14 Prozent des Bruttoinlandsproduktes daraus zusammensetzen.

Viele Widersprüche, viel Gegensätzlichkeit vereint in einem Land, in einer Millionenstadt mit all seinen Einwohnern und Geschichten.

Hallo Thailand!

UNSERE ROUTE IN SÜDOSTASIEN
Tipps & Tricks für Südostasien
  1. Mit Vorsicht zu genießen: Wir aßen alles – wirklich alles, was die Straßenküchen an Köstlichkeiten zu bieten hatten. Starte in den ersten Tagen mit kleinen Portionen und trau dich nach und nach an die verschiedensten Streetfood-Stände. Wir überlebten SOA tatsächlich ohne irgendwelche Schwierigkeiten.
  2. Leitungswasser eignet sich nicht zum Trinken. Aber keine Panik - Zähne putzen und duschen ist komplett unproblematisch.
  3. Cleveres Äffchen: Überall in SOA trafen wir Affen, aber Vorsicht: Durch mangelnde Aufklärung und Unwissenheit der Touristen, haben diese Tiere keine Angst vor dem Menschen. Es wird alles aus den Händen, vom Rucksack oder vom Boden geklaut. Ein Affenbiss kann sehr schmerzhaft sein. Die Affen sind sogar so intelligent, dass sie den Stauraum eines Rollers von selbst öffnen können.
  4. Von A nach B kommt man in SOA gut mit Grab und Uber. Aber auch hier sollte man vorsichtig sein, da die Apps in manchen Ländern nicht gern gesehen werden.
  5. Handeln erwünscht: In ganz SOA sollte man Handeln und zwar nicht nur auf den Märkten, sondern auch an den zahlreichen Touren-Ständen.
  6. Teure Vermittlung: Bus und Zugtickets lieber immer direkt am Schalter kaufen.
  7. Respekt vor anderen Kulturen: Bitte fotografiert keine Mönche.
Vietnam
  1. Kein Schritt zurück: Gilt beim Überqueren einer Straße in Ho Chi Minh City und Hanoi. Laufe im gleichmäßigen Tempo über die Straße und genieße wie der Verkehr um dich herumfließt.
  2. Schuhe müssen draußen bleiben! Egal welches Haus du betrittst, auch beim Supermarkt (insbesondere in Vietnam), solltest du deine Schuhe ausziehen.
  3. Gesunde Skepsis: Leider mussten wir auf unserer Reise durch Vietnam immer wieder erfahren, dass eine gesunde Skepsis unbedingt notwendig ist.
  4. Umgerechnet: 1 Euro entspricht etwa 24.000 Dong (März 2017).
Thailand
  1. Vorsicht auf Schritt und Tritt: Auf Geld zu treten gilt als Majestätsbeleidigung und ist in Thailand eine Straftat, da der König auf jede Münze und jeden Schein geprägt ist.
  2. Politische Diskussionen: Sollte man besser vermeiden.
  3. Umgerechnet: 1 Euro entspricht etwa 37 Baht (März 2017).
Kambodscha
  1. Kleine Verkäufer: Vor allem rund um Angkor Wat trifft man viele Kinder, die Kleinigkeiten verkaufen wollen. Auch wenn es einem das Herz bricht, unterstützt nicht die Kinderarbeit, indem ihr etwas abkauft.
  2. Tuk Tuk: Die wohl schönste Art die Tempel rund um Angkor Wat zu besichtigen. Ein Tuk Tuk inklusive Fahrer kostet 15 - 20 US-Dollar pro Tag.
  3. Umgerechnet: 1 Euro entspricht etwa 1 US-Dollar bzw. 4000 Riel (März 2017).
Indonesien
  1. Die Taxi Mafia unterdrückt in Indonesien zielgerichtet Uber und Grab. Alternativ bieten aber die Unterkünfte oder Tourenschalter günstige Alternativen an.
  2. Umgerechnet: 1 Euro entspricht etwa 14.000 Indonesischen Rupien (März 2017).
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