Neuseeland

Dezember 03, 2018 · Länder, Neuseeland

HELLO NEW ZEALAND

Aufgeheizt durch die kuscheligen Temperaturen im australischen Northern Territory, erreichten wir nach ungefähr 3 ½ Stunden Flug den Airport in Queenstown.

Bereits der Landeanflug zwischen Bergen und Hügeln hindurch, war ein beeindruckendes Erlebnis, so dass wir unser Herz schon in der Luft an Neuseeland verloren.

Eingekuschelt in dicke Daunendecken unserer ersten Unterkunft im verträumten Örtchen Mossburn, bestaunten wir tanzende Schneeflocken und planten unsere Reise durch den Inselstaat.

Neuseeland ist vor allem eines: Viel. Viel Platz, viel Ruhe, viel Herzlichkeit, viel Natur und vor allem sehr viel Abwechslung. Wir sahen schneebedeckte Berge, glasklares Wasser, Kiwis, Wale, wunderschöne Strände, die Heimat der Hobbits, atemberaubende Landschaften und Natur pur. Auf unserem Road Trip quer durch das Land begleitete uns stetig das Gefühl, die Zeit würde etwas langsamer vergehen. Wir genossen die ruhige, bodenständige und naturverbundene Mentalität der herzlichen Neuseeländer und hatten den Eindruck, man konzertiere sich auf die wichtigen Dinge: auf das Miteinander.

Einen Monat lang durchquerten wir Neuseeland. Die Highlights der Grünen Insel könnt ihr nun mit uns entdecken. Kommt mit! 

Unsere Route

1. ETAPPE: KEY SUMMIT HIKE, MILFORD SOUND, HAAST HIGHWAY, FRANZ JOSEF GLACIER & PANCAKE ROCKS

Der Inselstaat im südlichen Pazifischen Ozean besteht aus mehr als 700 Inseln. Auf unserer Reise durch das Land besuchten wir die zwei Hauptinseln, South und North Island. Mit einem Mietauto fuhren wir von Queenstown über Mossburn und Te Anau schließlich auf der Milford Sound Road zum Ausgangspunkt des Key Summit Hike. Auf dem 3-4 Stunden langen Walk bestaunten wir zahlreiche Wasserfälle und die Artenvielfalt des Regenwaldes. Nachdem wir die ca. 400 Höhenmeter erklommen hatten, konnten wir bei strahlendem Sonnenschein den atemberaubenden Blick ins Tal genießen.

Milford Sound ist eines der bekanntesten Highlights der Südinsel. Der 14 km lange Fjord gehört zum Weltnaturerbe der UNESCO und lockt Unmengen Besucher an. Nachdem wir den über einen Kilometer langen, in Granit geschlagenen Homer Tunnel durchquert hatten, verzichteten wir, am Wasser angekommen, auf eine touristische Bootstour und genossen den Blick auf Milford Sound vom Ufer aus.

Unser Weg führte danach über die gleichen Straßen zurück und über den Haast Pass zum Franz-Josef-Gletscher. Der Pass ist nach Julius von Haast benannt, welcher ihn als erster Europäer bezwang. Einen sehr guten Eindruck von der Landschaft bekommt man in unserem ersten Video über Neuseeland. Die Brücke über den Haast River ist die längste einspurige Brücke des Landes.

Angekommen im Ort Franz Josef unternahmen wir eine kleine Wanderung zum Gletscher. Der Franz-Josef-Gletscher ist ca. 10 km lang und befindet sich auf der Westseite der Neuseeländischen Alpen und entwässert sich über den Waiho River in den Tasmansee. Wir verzichteten auf laute Helikoptertouren und betrachteten ein Naturschauspiel, welches aufgrund der steigenden Temperaturen wohl in den nächsten Jahren immer mehr abnehmen wird.

Am Ende unserer ersten Etappe über South Island besuchten wir die Pancake Rocks im Paparoa-Nationalpark. Bereits die Hinfahrt über die Serpentinenstraßen ist ein Highlight für sich. Hinter jeder Kurve verstecken sich die faszinierende Schönheit der Natur und Blicke auf das Meer, an denen man sich nicht satt sehen kann. Die Pancake Rocks sind eine besondere Felsformation, die ihren Namen auf Grund ihrer Ähnlichkeit zu geschichteten Pancakes tragen.

2. Etappe: Kaikoura - Whale Watch Tour

Unsere Tour über die Südinsel Neuseelands brachte uns in den kleinen Fischerort Kaikoura. Die Kleinstadt erstreckt sich entlang einer Bucht direkt am Pazifischen Ozean. Durch den naheliegenden Kaikoura Canyon (unterhalb der Meeresoberfläche) mit einer Tiefe von 1600m, bietet der Ort nicht nur eine atemberaubende Artenvielfalt, sondern auch die Möglichkeit verschiedene Wale in freier Wildbahn zu beobachten.

Bevor im 19. Jahrhundert die ersten europäischen Siedler in die Region kamen, war Kaikoura schon über 600 Jahre lang Zuhause der Maori. 1842 landete der Kapitän und Walfänger Robert Fyfe in der Bucht von Kaikoura an Land und gründete eine Walfangstation. Im Jahr 1978 wurde der Walfang in Neuseeland schließlich verboten und die wunderschönen Meerestiere wurden gesetzlich geschützt.

Die Schönheit, Größe und Eleganz der schwersten Tiere unserer Erde konnten wir auf unserer Whale Watch Tour erahnen. Mit einer frischen Brise im Haar und unzähligen Delphinen als fröhliche Begleiter fuhren wir auf das offene Meer um aus tierfreundlicher Entfernung den Pottwalen beim Atmen zuzuschauen und ihr Abtauchen in die geheimnisvolle Unterwasserwelt zu begleiten. Ein Erlebnis, das wir nie vergessen werden.

 

Wusstest du schon? 

·      Pottwale haben die größten Köpfe des  gesamten Tierreichs der Erde

·      Pottwale haben auch das schwerste Gehirn der Tierwelt

·      Das Herz eines Pottwals ist circa 125 kg schwer

·      Pottwale erzeugen die lautesten Tiergeräusche der Welt

·      In unseren Weltmeeren leben heute nur noch rund 200 000 Pottwale

 

3. Etappe: Geburtstagsüberraschung in Takaka: Wanderung im Abel Tasman National Park

Das Highlight der Südinsel erlebten wir an einem ganz besonderen Tag - Richards Geburtstag. Es ist nicht einfach auf Reisen eine Geburtstagsüberraschung zu planen. Schließlich treffen wir alle Entscheidungen und Reiseplanungen gemeinsam. Schon als ich mit den ersten Recherchen zu Neuseeland begann, war für mich klar, dass die Region um den Abel Tasman National Park ein Must See unserer Tour über die Südinsel sein wird.

Ich buchte eine zauberhafte kleine Hütte im Grünen (Waitapu Springs B&B) in dem sympathisch klingendem Ort Takaka und überraschte Richard mit einem Frühstück in dem gemütlichen The Wholemeal Cafe. Nachdem mein selbstverzierter Kuchen und zahlreiche Luftballons übereicht waren, starteten wir unsere Geburtstagsüberraschungstour.

Die ganze Region rund um Takaka ist Erholung pur. Umgeben von zwei Nationalparks (Kahurangi-Nationalpark und Abel Tasman National Park) wartet hinter jeder Kurve ein neuer sehenswerter Ort. Die Natur ist einfach unverwechselbar und atemberaubend schön. Verschiedene Felsformationen aus Granit und Marmor säumen die Landzungen, die im dichten Wald verborgen liegen. Zwischen Wald und Wasserlinie finden sich feinsandige Strände ohne Fußspuren oder Massentourismus. Kristallklare Bäche schlängeln sich durch moosige Täler und münden ins türkisblaue Meer.

Mit vielen tollen Bildern und Eindrücken endete in Picton unsere Reise über die Südinsel. Mit der Fähre legten wir nach 3,5 Stunden Fahrzeit samt Auto in Wellington an und konnten unsere Tour durch Neuseeland fortsetzen.

 

4. Etappe: Tongariro-Nationalpark - Nordinsel

Unsere erste Station auf der Nordinsel Neuseelands war der Tongariro Nationalpark im Zentrum der Insel. Der Park ist der älteste Nationalpark Neuseelands und zählt sowohl zum Weltkultur- als auch zum Weltnaturerbe der UNESCO.

Die Nordinsel zeigte sich von Beginn an von ihrer stürmischen Seite und überraschte uns mit viel Regen, Nebel und Sturm. So kam es, dass wir in unserer Unterkunft am Rand des Nationalparks mitten im Wald völlig abgeschnitten von der Außenwelt waren und sich unsere Pläne an die Wetterbedingungen anpassten.

Natürlich hatten wir uns im Vorhinein über den Nationalpark informiert und die traumhaften Aufnahmen des 19km langen Tongariro Alpine Crossing bestaunt und eine solche Wanderung geplant. Aber das Schöne am Reisen ist ja das Unvorhersehbare und die Herausforderung das Beste daraus zu machen. Somit fiel zwar unser geplanter Ausflug buchstäblich ins Wasser, aber wir konnten den Park von einer anderen, ebenso faszinierenden Seite kennen lernen. Mit Bildern aus den Filmen von Herr der Ringe im Kopf, stapften wir völlig allein durch den Park, erkundeten die eigenartige Vulkanlandschaft, erkannten von Weitem Wasserfälle - sofern sich der dichte Nebel etwas lichtete - und hatten somit eine ganz eigene Erfahrung den Park fernab von Touristenanstürmen kennen zu lernen.

Unsere Aufnahmen sind sicher nicht so atemberaubend wie die in der Google Bildersuche, aber das Gefühl der völligen Einsamkeit in einer abstrusen Landschaft ist es schon.

5. Etappe: Hobbiton Film Set - Nordinsel

Auf den Spuren von „Der Herr der Ringe“, führte uns unsere Route über die Nordinsel Neuseelands nach Hobbiton. In malerischer Landschaft gelegen, erkundeten wir die Heimat von Tolkiens Helden.

Der Besuch von Hobbiton ist nur mit einer geführten Gruppe möglich. Deshalb stellten wir unseren Mietwagen auf dem kostenlosen Parkplatz vor dem Filmset ab und fuhren mit einem Bus in eine völlig neue Welt. Schon auf der kurzen Fahrt begeisterten uns grüne Hügel, imposante Bäume und kleinen Bäche und Seen. Kein Wunder das Peter Jackson sofort begeistert war, als er mit einem Helikopter über die Landschaft flog und kurzerhand das Filmset an diesen Ort verlegte.

Kleine Fußspuren auf saftigen Wiesen, trocknende Wäsche an niedrigen Leinen bis hin zu originaler Hobbitmarmelade und Naschereien – im Dorf der Hobbits erzählt jede einzelne Hütte eine ganz eigene Geschichte. Unsere Tour führte uns vorbei an verschiedenen Schauplätzen der berühmten Filme und immer wieder erinnerten wir uns an vergessene Szenen aus „Der Herr der Ringe“ und „Der Hobbit“.

Mit viel Liebe und Hingabe wird das Set gepflegt und gehegt, so dass sich neben all den Hobbits auch große Kürbisse, strahlende Blumen und bunte Schmetterlinge zuhause fühlen.
Trotz der geführten Tour, konnten wir in Ruhe diesen wundervollen Ausflug genießen und den aufregenden Tag im  “Green Dragon’’ bei einem kräftigen Met gemütlich ausklingen lassen.

6. ETAPPE: WAI-O-TAPU NATIONAL PARK - NORDINSEL

Der Wai-O-Tapu National Park auf der Nordinsel Neuseelands ist nicht nur die letzte Etappe unserer Neuseeland Tour, sondern spiegelt auch unsere Eindrücke der beiden Inseln wieder: Ein buntes und wunderschönes Land mit vielen tollen Begegnungen, farbenfrohen Erlebnissen und fantastischen Naturschauspielen.

 

Der Name des National Parks entstammt der maorischen Sprache und bedeutet „heiliges Wasser“. Wai-O-Tapu ist ein 18 km2 großes Geothermalgebiet in der Region Waikato.

Bei unserem 3 stündigen Spaziergang durch den Park entdeckten wir kollabierte Krater, Fumarole, heiße Quellen und durch Minerale gefärbte farbenprächtige Seen. Besonders faszinierten uns die Schlammteiche, aus denen Gase vulkanischen Ursprungs aufsteigen und an der Oberfläche als Schlammblase zerplatzen. Das Geothermalgebiet zählt zu den größten Neuseelands und sollte definitiv auf jeder Budget Liste zu finden sein.

 

Mit diesen tollen Eindrücken verabschieden wir uns von Neuseeland und freuen uns auf das nächste Kapitel unserer Reise. 

 

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